Rechtshinweise für Blogger

Hallo ihr Lieben,
schon lange wollte ich mich mit den Pflichten und den Gesetzen rund um das Thema „Bloggen“ beschäftigen, denn um so größer man als Bloggerin wird, um so mehr besteht die Angst gegen Gesetze verstoßen zu können. So ist es bei mir jedenfalls. Deswegen möchte ich euch auf dieser Seite nach und nach über die Pflichten eines Bloggers aufklären. Keine langen Texte. Eine Übersicht, damit ihr das Wichtigste gleich überschaubar vor euren Augen habt. Ich versuche bestmöglich über diese zu recherchieren und freue mich über Nachrichten von euch bezüglich Ergänzungsvorschläge. Optimaler Weise mit den Links, aus denen ihr diese Informationen entnommen habt.


1. Der Name

  • Keine Namen wählen, dessen Rechte ein anderer hat
  • Keine Markennamen
  • Keine Filmnamen
  • Keine Buchtitel
  • Märchenfiguren sind Volksgut und erlaubt (Hier müsst ihr recherchieren, wann es sich wirklich um eine Märchenfigur handelt und wann es eine Erschaffung von Disney o.ä. ist)
  • Konsequenzen: Schadensersatzansprüche
  • Test: http://www.markenchk.de (über diese Website könnt ihr kostenlos die Namensrechte eurer Website eures Namens erfragen)
  • Test: www.dpma.de Hier könnt ihr ebenfalls erfragen, ob es euren Namen schon als Marke gibt i.d.R. gilt, wer zuerst kommt mahlt zuerst

2. Das Impressum

  • Das Impressum ist für Personen, die ihre Seite nicht nur für private- und familiäre Interessen nutzt
  • Das Impressum muss stets erkennbar, schnell erreichbar – und ununterbrochen auf der Website zur Verfügung stehen
  • Inhalte:

    -Euer vollständiger Name, Anschrift
    -E-Mail Adresse oder Telefonnummer, mit der du schnell zu erreichen bist
    -Wenn ihr z.B. ein Gewerbe/ Kleingewerbe angemeldet habt, dann auch die -zuständige Aufsichtsbehörde
    -Das Register, in das ihr eingetragen seid und die Registernummer

  • Das Impressum muss auf eurer Website von jedem Beitrag und von jeder Seite aus zu sehen sein. ALSO: Problem bei Blogs, sobald immer mehr Beiträge auf eine Seite kommen und das Impressum immer weiter nach unten rutscht kann das schnell zu rechtlichen Problemen kommen. Dann lieber ein eigenes Register in der Themenleiste
  • Bedenkt Blogger fallen unter redaktionelle Medien. Beim Impressumsgenerator müsst ihr in diesem Feld ein Häkchen setzen.
  • Generator: http://www.impressum-generator.de Ziemlich genial. Mein komplettes Impressum habe ich über diese Seite erstellen lassen.

3. Datenschutzerklärung

  • In dem genannten Impressumsgenerator wird diese im Anhang automatisch durch Setzen der Häkchen mit eingefügt

4. Urheberrecht

  • Persönliche Werke stehen unter Urheberschutz

    Texte
    Fotos
    Filme
    Audiodateien

  • Hier ist keine Kennzeichnung notwendig
  • Ihr könnt als Blogger und Eigentümer eurer Werke natürlich entscheiden, was mit diesen geschehen darf
  • Urheberrechtliche Werke dürfen u.a. nicht

    kopiert
    veröffentlicht
    vervielfältigt (Schon durch das „Speichern“ vervielfältigt ihr diese!!!)
    bearbeitet werden…

  • Wenn ihr ein Werk aber veröffentlichen wollt, an dem mehrere Personen mitgewirkt haben, müsst ihr euch von allen die Zustimmung einholen. Z.B. das Recht des Models und des Fotografen.
  • Ausnahme: Ihr verwendet ein Werk dessen Besitzer seit über 70 Jahren tot ist :-/

5. Blogbeiträge kopieren

  • Jeder Blogbeitrag steht unter Urheberrecht
  • Zitation ist erlaubt unter folgenden Kriterien

    Es darf nicht der ganze Text zitiert werden
    Es dürfen nur Sätze/ Ausschnitte zitiert werden
    Diese Sätze/ Ausschnitte dürfen nicht verändert werden
    Die Quelle muss angegeben werden (z.B. durch einen Link)
    Das Zitat in “ “ setzen, damit wird dem Leser nochmal klar gemacht, dass es sich bei dem Geschriebenen, nicht um euren Text handelt, sondern um ein Zitat.

  • Was ich persönlich etwas verrückt finde ist der „Titelschutz“. Auch ein Titel eines Blogbeitrages ist urheberrechtlich geschützt

6. Bilder

  • Bilder sind urheberrechtlich geschützt (Bilder = Fotos, Gemälde, Illustrationen,…)
  • Lichtbildwerke sind besonders geschützt

    Ihr dürftet hier bei einem Flatlayfoto nicht die selben Gegenstände verwenden oder Gegenstände genau so hinlegen, wie sie auf dem Foto zu sehen sind

  • Andere Personen, die mit auf das Bild gelangen müssen gefragt werden, ob sie öffentlich gezeigt werden wollen. Ausnahmen:

    In öffentlichen Veranstaltungen, wenn diese nicht im Mittelpunkt der Fotografie stehen

  • Keine Produktbilder von Ebay, Amazon,…. verwenden
  • Keine noch so oft geteilten Fotos auf Facebook oder sonstiges.
  • Keine Fotos aus zweiter Hand. Ihr müsst die Zustimmung  IMMER von dem einholen, der das Urheberrecht hat
  • Zeitlicher Umfang des Urheberrechtes nach Entstehung:

    Lichtbild: 50 Jahre
    Lichtbildwerk: 70 Jahre

  • Bei Zustimmungen immer genau recherchieren und nachfragen, wo und wie das Bild veröffentlicht werden darf. Nur weil ihr ein Bild von einem anderen Blogger auf euren Blog veröffentlichen dürft, heißt das nicht, dass ihr das Foto auch auf Instagram hoch laden dürft

Für das Erste war es das erst einmal. Da folgen zukünftig noch viele Schöne Bestimmungen. Ihr dürft gespannt sein.

P.S:
Einige Dinge empfinde ich für selbstverständlich: Keine pornografischen Inhalte, keine Schädigung anderer Personen, Unternehmen, respektloses Schreiben über Intimitäten eines Anderen, also auch Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht, Verstoß gegen Rechte allgemein, … Ich gehe mal davon aus, dass ihr alle so vernünftig seid 🙂

 

In Liebe eure Kerstin

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